Lebensmittelhygiene

Kurz notiert

Gastgewerbe lehnt gesetzliche „Pommes-Ampel“ als unverhältnismäßig ab

Das Rezept heißt: Aufklären statt Reglementieren // DEHOGA fordert sofortigen Stopp der Initiative.

Trotz massiver Bedenken will die EU-Kommission im Eilverfahren eine Acrylamidverordnung auf den Weg bringen, von der fast alle gastgewerblichen Betriebe betroffen wären. Das neue Regelwerk, das die EU-Mitgliedstaaten schon am morgigen Mittwoch im „Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel -– Sektion Neuartige Lebensmittel und toxikologische Sicherheit der Lebensmittelkette“ final verabschieden wollen, sieht neue Dokumentations-, Probe- und Analysepflichten für die Branche vor. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) lehnt die geplante gesetzliche Regelung als „unverhältnismäßig“ ab. „Statt neuem überflüssigen und bürokratischen Aufwand setzen wir auf eine Kommunikationsoffensive, um die Betriebe weiter für die Acrylamidvermeidung zu sensibilisieren“, erklärt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick.

Weiter unter:

https://www.dehoga-bundesverband.de/presse-news/pressemitteilungen/detail/news/diskussion-um-eu-acrylamidverordnung/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0c324ebc65831ada4df4b83f34643b5e

Neue Gewerbeabfallverordnung zum 1. August 2017 in Kraft

Die Verordnung betrifft alle Erzeuger von gewerblichen Abfällen, somit also auch alle gastgewerblichen Betriebe.  Grundsätzlich sollen Abfälle getrennt gesammelt werden. Die gemischte Sammlung von Abfällen ist jedoch weiterhin möglich, wenn die Ausnahmegründe der technischen Unmöglichkeit (zu wenig Platz für die Aufstellung mehrerer Müllcontainer) bzw. der wirtschaftlichen Unzumutbarkeit (Kosten der getrennten Sammlung stehen außer Verhältnis zu den Kosten einer gemischten Sammlung) vorliegen.

mehr erfahres Sie hier:

Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung (LMIDV) tritt in Kraft

 

Am 12. Juli 2017 ist die Verordnung zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel (LMIVAV) im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Die Verordnung tritt damit zum 13. Juli 2017 in Kraft.

Mit der LMIVAV wird die Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung (LMIDV) eingeführt, welche die seit Ende 2014 geltende Vorläufige Lebensmittelinformations-Ergänzungsverordnung ablöst.

Die seit Ende 2014 geltenden verschiedenen Möglichkeiten, die Gäste über Allergene zu informieren, wurden in die neue LMIDV übernommen. Diesbezüglich ergeben sich also keine Änderungen. Im Gegensatz zur bisherigen Rechtslage, drohen nun jedoch Bußgelder von bis zu 50.000 € bei Verstößen gegen die Regelungen.

Die Verordnung finden Sie unter:

http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/Kennzeichnung/LMIVAV.pdf;jsessionid=DC85F190FEE0EDC02F1E832D6A6D015C.1_cid385?__blob=publicationFile

Nutzen Sie dazu unsere aktuellen Seminarangebote:

https://www.dehoga-hygiene.de/seminare/

Vegane Produkte dürfen nicht Käse, Butter oder Joghurt heißen

Wo Käse oder Butter draufsteht, muss Milch drin sein. Das hat der Europäische Gerichtshof in dieser Woche entschieden. Die Begriffe Käse, Milch, Butter, Rahm und Joghurt seien nach europäischem Recht tierischen Produkten vorbehalten, die auch tatsächlich Milch beinhalten. Und laut der entsprechenden EU-Verordnung darf der Ausdruck "Milch" ausschließlich für das Erzeugnis verwendet werden, welches durch Melken gewonnen wird. Vegane Produkte (also Produkte, die keinerlei Milchanteil aufweisen) „Pflanzenkäse“ oder „Tofubutter“ zu nennen, ist somit nicht zulässig, selbst wenn auf der Packung erklärt wird, dass nur rein pflanzliche Stoffe enthalten sind. Die Verwechslungsgefahr werde dadurch nicht ausgeschlossen. Geklagt hatte der Verband Sozialer Wettbewerb gegen den Hersteller Tofutown, der die EU-Verordnung für nicht mehr zeitgemäß hält, da Milchalternativen mittlerweile weit verbreitet seien. Auf vegane Fleisch- oder Fischersatzprodukte hat dieses Urteil keine Auswirkung.

Gerichtshof der Europäischen Union PRESSEMITTEILUNG Nr. 63/17

Hinweisblätter - Hygiene in Großküchen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung stellt wichtige Informationen für Küchenpersonal zur Hygiene in Großküchen bereit. Diese Hinweisblätter stehen teilweise als PDF zur Verfügung und können kostenfrei in vielen Sprachen heruntergeladen werden.

Download unter:  http://www.bfr.bund.de/de/publikation/merkblaetter_fuer_weitere_berufsgruppen-61521.html

Ernährungsreport 2017: So isst Deutschland

Die Deutschen würden sich theoretisch gern gesund ernähren, in der Praxis greifen sie dann aber doch häufig zum Fertiggericht, letzteres gilt insbesondere für junge Erwachsene. Das geht aus dem Ernährungsreport 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hervor, der in dieser Woche veröffentlicht wurde. Ganz oben auf der Hitliste der Lieblingsgerichte steht nach wie vor Fleisch, das von mehr als der Hälfte der Befragten als Leibspeise genannt wurde, Platz zwei in diesem Ranking erreichten die Nudeln (38 %).

Mehr Ergebnisse finden Sie hier.